News 2016

 

Deutsche Spuren Griechenland

Die App Deutsche Spuren des Goethe-Instituts wächst weiter. Neben der Ukraine vor einigen Wochen ist jetzt ganz aktuell heute auch Griechenland dazugekommen. Ein dickes Paket, 450 MB schwer und mit über 60 Spuren deutscher Geschichte in Griechenland. Sehr schön recherchiert und fast jede Spur mit Audio Erklärung zum Anhören.

Deutsche Spuren jetzt mit der Ukraine und Griechenland

Die App schickt Besucher Athens und Thessalonikis auf eine Entdeckungsreise, bei der sie auf Wegmarken der deutsch-griechischen Vergangenheit treffen. Mit Ihrem Smartphone oder Tablet können Sie durch König Ottos' Griechenland wandeln oder die Zeugnisse der deutschen Besatzung Griechenlands besuchen.

Deutsche Spuren - Laden im App Store Deutsche Spuren - Jetzt bei Google Play

 

Deutsch für Dich ist Drei!!

Es gab einen Geburtstag zu feiern. Deutsch für Dich, die Deutschlern Community des Goethe-Instituts wurde drei Jahre alt. Über 230.000 Mitglieder aus aller Herren Länder üben auf der Plattform mittlerweile Deutsch. Zum Geburtstag gab's eine neue Startseite und eine Erweiterung des Chats auf Multiuser. Das heißt Chats mit mehreren Personen gleichzeitig sind jetzt möglich. Nachdem der Chat eines der beliebtesten Features der Community ist (es wurden bisher 4,5 Millionen Chat Nachrichten verschickt) wurde er erwartungsgemäß in kürzester Zeit begeistert angenommen.

Prominenten Besuch gab's auch: Außenminister Frank-Walter Steinmeier besuchte diesen Sommer die Zentrale des Goethe-Instituts in München und informierte sich dabei auch über Deutsch für Dich.

Klaus Brehm (links) Leiter des Bereichs Internet stellt Außenminister Steinmeier Deutsch für Dich vor. Foto: Loredana La Rocca / Goethe-Institut

Viel spannendes wird sich bei Deutsch für Dich auch nächstes Jahr tun, wir arbeiten schon fleißig daran, dürfen aber natürlich noch nichts verraten. Nur so viel: Ein Smartphone unterm Weihnachtsbaum wäre eine gute Idee ;-)

Konferenzen, Konferenzen, Konferenzen

Wir sind hier zugegebenermaßen mit der Berichterstattung etwas im Verzug. Daher hier kurz zusammengefasst die wichtigsten Konferenzen auf denen wir uns rumgetrieben haben.

Webinale

Die 9. D.h. die letzte vor dem großen 10 jährigen Jubiläum nächstes Jahr. Markus hat zusammen mit dem Generaldirektor der Bayerischen Staatsbibliothek Dr. Klaus Ceynowa das Projekt zur indoor Navigation in der BSB vorgestellt. Darüber hinaus kuratierte Markus wieder den Emerging Technology Track. Diesmal mit extrem spannenden Vorträgen zu Machine Learning, Quantencomputern und autonomen Fahren.

Mobile Tech Conference | Herbst

Die kleine Schwester der Münchener MobileTech in der Hauptstadt. Wie immer mit exzellentem Programm, super Wetter und toller Location. Markus hatte zwei Talks. Einmal Mobile Trends 2017, von dem es übrigens zur Frühjahrs MobileTech in München eine XL Ausgabe geben wird und zum anderen stellte Markus in einem Shorttalk Microsofts HoloLens vor.

Markus Bokowsky auf der Mobile Tech Conference

Wir sind eine der wenigen Firmen, die seit Mitte des Jahres in Besitz einer HoloLens sind. Momentan experimentieren wir damit und bauen erste Demos, können aber jetzt schon sagen, es ist mit Abstand das faszinierendste Augmented Reality Device am Markt.

Wer die HoloLens noch nicht kennt, hier zwei Videos, die das Potential schön zeigen:

Zu Markus‘ mobile Trends Vortrag gibt es hier eine Zusammenfassung auf entwickler.de.
Zum HoloLens Vortrag ebenfalls einen Bericht auf entwickler.de und ein Interview im JaXenter.

Und hier die Folien:

CFCamp

Auch hier waren wir wieder mit einem Stand vertreten Wir hatten die HoloLens im Gepäck und unsere Besucher viel Spaß mit der Zukunft von Augmented Reality.

Bokowsky + Laymann auf dem CFCamp

Für einen ausführlichen Bericht der Konferenz mit vielen Bildern verweisen wir auf einen Blogpost der Kollegen von Contens.

Das große traditionelle Sommerinterview

Ja, fast etwas peinlich es kurz vor Weihnachten zu bringen, aber es war in noch keinem Newslettter und es ist diesmal wirklich richtig gut geworden. Außerdem wurde es am letzten schönen Tag des Jahres aufgenommen, also noch gar nicht soooo lang her. Diesmal mit Christoph Ebert in Vertretung von Tom Wießeckel und vor angemessener Rockstar Kulisse.

Webinale 2016 - Wieder mit Emerging Technology Day

webinale – the holistic web conference

Time flies ... nach der re:publica ist vor der Webinale, und so ist es nächste Woche auch schon wieder soweit. Neben dem von Markus kuratierten Emerging Technologies Track, auf den wir gleich noch näher eingehen, möchten wir euch besonders die Dienstags-Keynotes ans Herz legen.

Zum einen freuen wir uns auf Richard Gutjahr (Code Wars - The Source Awakens) der keiner näheren Vorstellung mehr bedarf, und Paul Bakaus (Amplifying the Web). Paul ist eines der HTML5 Urgesteine, ehemaliger Lead-Developer von jQuery UI und mittlerweile bei Google gelandet. Wir sind sehr gespannt, was Paul uns erzählen wird.

Wer sich für Indoor Navigation mit iBeacons interessiert, dem sei der Vortrag von Markus ans Herz gelegt, der zusammen mit dem Generaldirektor der Bayerischen Staatsbibliothek Dr. Klaus Ceynowa den BSB Navigator vorstellt, die auf Beacons basierende Indoor Navigations App der BSB.

Der BSB Navigator – Eine Beacon-basierte Indoor Navigations App für die Bayerische Staatsbibliothek
Dienstag, 31. Mai 2016 | 12:15 - 13:00 Uhr | Salon 7

Eine der spannendsten Einsatzgebiete für Beacons sind derzeit Indoor Navigations Apps. Die Bayerische Staatsbibliothek, eine der größten europäischen Universalbibliotheken, hat seit Kurzem eine eigene Indoor Navigations App im Einsatz. Der Vortrag zeigt die Learnings aus diesem Projekt. Was geht schon mit Beacons, was noch nicht? Auf welche Schwierigkeiten sind wir gestoßen, welche Abstriche mussten wir machen? Worauf ist bei der Auswahl von Hard- und Software zu achten?

PfeilMehr Informationen

Markus Bokowsky

Markus Bokowsky,
Bokowsky + Laymann GmbH

Dr. Klaus Ceynowa

Dr. Klaus Ceynowa,
Bayerische Staatsbibliothek

Der Emerging Technology Day ist wieder da!

Emerging Technology Day

Nach einem Jahr Pause gehen wir in die zweite Runde. Wieder geht es um Themen und Entwicklungen, die noch keinem akuten Einfluss auf unsere Arbeit haben, bei denen aber abzusehen ist, dass sie in Zukunft stark an Bedeutung gewinnen werden. Nach Cyborgs, Kryptowährungen und Wearables beim letzten Mal soll es dieses Jahr um Quantenkomputer, KI, neuronale Netze, deep Learning, autonomous driving und Googles Search Inside Yourself Program gehen. Kuratiert wurde der Track von Markus, der auch durch den Tag führen wird.

Die Talks im Einzelnen:

Indoor Navigation mit Beacons - Wie funktioniert das eigentlich?

Vom BSB Navigator haben wir an dieser Stelle ja schon ausführlich berichtet. Um die Technik ein wenig zu erläutern haben wir noch ein längeres Video gemacht. Viel Vergnügen.

Wer noch mehr darüber wissen möchte, Dr. Klaus Ceynowa und Markus Bokowsky haben dazu eine langen Fachartikel verfasst, den man ab jetzt in der Knowledge-Base nachlesen kann.

Deutsch für Dich - Jetzt mit Gruppenfunktion

Deutsch für Dich

Wir möchten an dieser Stelle mal wieder auf eines unserer langlaufenden Projekte hinweisen, das ständig weiterentwickelt wird. Deutsch für Dich: Die Deutschlern Community des Goethe-Instituts. Die Community hat mittlerweile über 180.000 Mitglieder aus aller Welt und seit kurzem auch das Feature Gruppen anlegen zu können. Gruppen können von jedem Mitglied gegründet werden und dienen dazu Diskussionen und Materialien thematisch zu bündeln. Wir sind schon sehr gespannt, wie das neue Feature von den Usern angenommen wird.

PfeilDeutsch für Dich

Zehn Jahre re:publica - Best of #rpTEN

Wie es schon Tradition ist präsentieren wir hier im Newsletter für Alle zuhause Gebliebenen ein Best-of der mitgefilmten Vorträge der re:publica. Im Jubiläums-Jahr interessanterweise fast nur von Speakern, die alle schon auf einer der neun bisherigen re:publicas gesprochen haben.

Gunter Dueck: Cargo-Kulte
Ein Urgestein der re:publica, diesmal mit Cargo Kulten und schönen Fotos vom Burning Man Festival.

Sascha Lobo: The Age of Trotzdem
Mit seinem 2014er Vortrag hat er sich etwas ins Abseits manövriert: "Wenn ihr nicht aufhört uns zu überwachen, spiel ich nicht mehr mit". Überraschung: sie haben nicht aufgehört, Sascha daraufhin konsequenterweise letztes Jahr ausgesetzt. Aber jetzt ist er wieder da, mit der einzig möglichen Haltung: Trotzdem!

Laurie Penny: Change The Story, Change The World
Fanfiction anyone? YES. Die großartige Laurie Penny, über Furrys, Liebe unter Klingonen und was sonst noch wirklich wichtig ist. Für Vorträge wie diese lieben wir die re:publica, unbedingt anschauen.

Thorsten Schröder & Frank Rieger: Ad-Wars
Wie kommt diese ganze Malware eigentlich auf meinen Rechner, obwohl ich doch brav nie auf dubiose Mail-Anhänge klicke? Es könnte ein Werbebanner im Web gewesen sein. Die CCC Leihgabe Thorsten Schröder und Frank Rieger erklären wie das technisch funktioniert und was man (theoretisch) dagegen tun kann.

Kate Crawford: Know your terrorist credit score!
"Die Singularität ist nicht unser größtes Problem" Ach nicht, was dann? Kate Crawford verrät es uns.

Wähler Poetry: Die Aluhut-Monologe
Was kriegen Bundestagsabgeordnete eigentlich so für Post? Oh, ganz vielfältige Dinge, ernstgemeinte Anliegen, aber auch jede Menge Verschwörungstheorien und Schwachsinn. Vier Mitarbeiter aus Abgeordnetenbüros lesen aus ihren liebsten E-Mails und Faxen!

Moritz Riesewieck: COMMERCIAL CONTENT MODERATION – DIE MÜLLABFUHR IM INTERNET!
Wer löscht eigentlich den ganzen Müll in den Sozialen-Netzen? Algorithmen? Leider nicht - Call-Center auf den Philippinen.

Noor Nazrabi: Smartphones, Lebensretter auf der Flucht
Welche Bedeutung haben Smartphones für Geflüchtete während und nach ihrer Flucht. Ganz klar, eine lebenswichtige. Noor Nazrabi stellt die erste Studie zu diesem Thema vor.

Deutschtrainer A1 - Deutsch üben per App

Wie zählt man auf Deutsch? Wie heißen die Lebensmittel? Wie sagt man die Zeit auf Deutsch? Wie heißen die Familienmitglieder? Wie plant man gemeinsam einen Ausflug?

In 10 Kapiteln können Deutschlerner der Stufe A1 (Anfänger) Wortschatz und Strukturen zu Alltagsthemen trainieren. Geübt werden die Namen von Lebensmitteln, Möbeln und Berufen; die Zahlen, die Uhrzeit und das Bezahlen im Restaurant. Man hört, wie Freunde einen Ausflug planen.

Die App kombiniert Hören, Lesen und Schreiben und hilft beim Üben des Basiswortschatzes.

Der Inhalt der App gliedert sich in 10 Kapitel, wobei jedes Kapitel aus 14 bis 33 einzelnen Übungen besteht. Die Übungen setzen sich aus zehn unterschiedlichen Typen zusammen, von der Einfachauswahl bis zum Schüttelsatz. Für alle richtigen Antworten gibt's Punkte, die Kapitelübergreifend gesammelt werden. Der Nutzer kann die Kapitel beliebig oft wiederholen und so seinen persönlichen Highscore verbessern. Kommt man nicht weiter hilft die Tipp-Funktion auf die Sprünge. Viele Übungen enthalten zusätzlich Audio-Dialoge.

Hier die Übungstypen im Einzelnen:

Einzelauswahl
Nur eine Antwort ist richtig, wie klassisches Multiple Choice.
Mehrfachauswahl
Hier können mehrere Antworten richtig sein.
Schüttelsatz
Der Satz muss in die richtige Reihenfolge gebracht werden. Die Wörter können per Touch verschoben werden.
Schüttelsatz mit ganzen Sätzen
Anstelle von einzelnen Wörtern müssen hier ganze Sätze in die richtige Reihenfolge gebracht werden.
Wort-Bild Zuordnung
Die Wörter müssen auf die richtigen Bilder gezogen werden.
Lückentext (Auswahl)
Es gilt in die Lücken die richtigen Wörter einzusetzen. Alle möglichen Wörter stehen zur Auswahl.
Lückentext (Freitext)
Genau wie oben, diesmal müssen die Wörter aber selbst in die Lücken geschrieben werden.
Kreuzworträtsel
So wie man sich ein klassisches Kreuzworträtsel vorstellt, die korrekten Wörter müssen an der vorgesehenen Stelle eingetragen werden.
Das Wortgitter
Wahrscheinlich der schwierigste Übungstyp, die richtigen Wörter müssen im Getümmel der Buchstaben entdeckt werden.
Wort-Bild Paare
Die Karten werden angetippt und decken sich dann auf. Es muss der richtige Begriff zum richtigen Bild gefunden werden.

Die einzelnen Übungen wurden von den Deutschlern-Experten des Goethe-Instituts erstellt. Dazu benutzten sie das CBT Authoring Tool Hot Potatoes. Die Freeware Hot Potatoes ist ein im Bildungsbereich beliebtes Programm zum Erstellen von Sprachlern-Übungen fürs Web. Wir haben einen Importer geschrieben, der die interne XML Struktur von Hot Potatoes ausliest und die Übungen in nativen Code für Objective-C und Java umwandelt. So brauchten die Ersteller der Übungen kein neues Tool zu erlernen und wir haben trotzdem nativen Code ganz ohne Webview o.ä. Ein weiterer Vorteil dieser Methode ist, dass auf Basis dieser Importer-Technologie relativ schnell weitere Apps mit anderen Übungen entstehen können.

Die App ist ab sofort für iOS und Android kostenlos in den App-Stores verfügbar.

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BSB Navigator: Weitere Presseberichte

Auf den BSB Navigator und das erfreuliche Presseecho haben wir ja schon im letzten Newsletter hingewiesen. Aber besondere Ereignisse erfordern besondere Reaktionen ;-) In der aktuellen Ausgabe berichtet auch die c't eine ganze Seite lang über den BSB Navigator. Wer schnell ist, noch gibt's das Heft am Kiosk, oder den Artikel per Einzelkauf für 1.49 Euro als PDF zum Download.

"Die App BSB Navigator führt auf dem Smartphone durch die Bayerische Staatsbibliothek München. Wir haben uns vor Ort auf die Suche nach Schließfächern und Kopierern begeben."

http://www.heise.de/ct/ausgabe/2016-7-Indoor-Navigation-fuer-die-Bayerische-Staatsbibliothek-3136615.html

Auch die internationale Presse fängt an zu berichten, Markus hat dem Internet of Things Journal in San Francisco ein Interview gegeben und dies ist der Bericht.

"Beacons Guide Visitors Through Bavaria's State Library Three floors and a labyrinth of rooms stand between visitors and the books or reading rooms they seek. This new app is designed to make navigating Munich's massive library easier."

http://www.iotjournal.com/articles/view?14233%2F

Bleiben wir noch kurz beim BSB Navigator. Wer etwas über die technischen Hintergründe der App erfahren möchte, dem sei die nächste Woche erscheinende neue Ausgabe des Mobile Technology Magazins ans Herz gelegt.

Dr. Klaus Ceynowa, Generaldirektor der BSB und Markus Bokowsky berichten in einem achtseitigen Artikel über Hintergründe und Lessons Learned des Projekts.

Rückblick MobileTech Conference München 2016

#mtc16

Es war uns ein Fest. Die #mtc16 gastierte wieder in München und wir waren mit dabei. Am Stand gab's ein österliches Beacon Gewinnspiel und jede Menge interessierte Fragen zu indoor Navigation mit Beacons. Darum drehte sich auch Markus' Vortrag, dessen Folien hier zum Nachlesen bereitstehen. Zusätzlich war Markus auch noch Teil eines Panels am Dienstagmorgen im Keynotesaal zum Thema: "Trends to watch on mobile".

Indoor-Navigation mit iBeacons – ein Praxisbeispiel
Beacons sind die Schlüsseltechnologie im Location-based Marketing, aber eignen sie sich auch für Indoor-Navigation? Wir haben es ausprobiert und für ein großes Münchener Gebäude eine Indoor-Navigations-App entwickelt. Der Vortrag zeigt die Learnings aus diesem Projekt. Was geht schon mit Beacons, was noch nicht? Auf welche Schwierigkeiten sind wir gestoßen, welche Abstriche mussten wir machen? Worauf ist bei der Auswahl von Hard- und Software zu achten?

PfeilPräsentation auf Slideshare aufrufen

Pflichttermin: #rpTEN

#rpTEN

Die re-publica wird zehn! Kaum zu glauben. Vom 2-4 Mai trifft sich die deutsche Blogger- und Social-Media Szene und auch sonst gefühlt Jeder, der irgendwas mit dem Internet zu tun hat in der Station Berlin. Dieses Jahr bereits zum unglaublich zehnten Mal. Das Programm? Egal, wird bestimmt gut, wie immer. Man sieht sich.

Pfeilre-publica.de

BSB Navigator – Indoor-Navigation für die Bayerische Staatsbibliothek

Erfahrungsgemäß fällt den Besuchern und Nutzern der BSB die erste Orientierung in dem weitläufigen Gebäudekomplex auf Anhieb nicht leicht. Hier soll nun der „BSB Navigator“ für Smartphones helfen; er macht die zielgenaue Navigation durch das Haus kinderleicht und bietet den Nutzern darüber hinaus eine Reihe von interessanten Features:

  • Eine interaktive Karte, die sämtliche für die Benutzer zugänglichen Gebäudeebenen und Geschosse umfasst; die einzelnen Ebenen sind vom Nutzer frei anwählbar, die Karte zeigt beim Aufrufen stets die aktuelle Position des Anwenders.
  • Eine Echtzeit-Indoor-Navigation, die den Nutzer von seiner aktuellen Position zu einem ausgewählten Ziel innerhalb des Gebäudes führt.
  • 90 POIs, die als Navigationsziele dienen und zu denen weiterführende Informationen (Öffnungszeiten, Services etc.) verfügbar sind.
  • Einen Discovery-Mode, der den Nutzer buchstäblich im Vorbeigehen auf interessante Objekte, Orte und Sachverhalte, die im Zusammenhang mit der Bibliothek stehen, aufmerksam macht.
  • Eine „Tour“-Funktionalität, die den Nutzer auf einer zuvor ausgewählten Route entlang bestimmter Points of Interest durch die Bibliothek führt. Aktuell sind zwei Touren implementiert, der „Allgemeine Rundgang“ für Neunutzer und der „Touristische Rundgang“, ein Führer zu den touristischen Highlights der Bayerischen Staatsbibliothek.

Ist die App auf dem Smartphone installiert und Bluetooth aktiviert, kann der Nutzer über den „Bring mich hin“-Button auf den Gebäudekarten einfach die Navigation starten.

So funktioniert's - Die Technik
Da GPS-Navigation innerhalb von Gebäuden nicht infrage kommt wurden hier Beacons eingesetzt. Im Rahmen dieses Projekts haben wir 245 solcher Bluetooth-Signalgeber flächendeckend in allen öffentlich zugänglichen Räumen der Bayerischen Staatsbibliothek angebracht. Sie senden in regelmäßigen Intervallen Signale per Bluetooth Low Energy und erlauben so der App den jeweiligen Standort des Nutzers zu ermitteln.

Dabei werden mehrere Techniken kombiniert: Proximity, also die einfache Abstandsmessung zum Beacon, Trilateration eine Methode, die man aus dem Mobilfunk kennt, sowie das sogenannte Fingerprinting. Dafür haben wir das Gebäude zuvor mit einer speziellen App "ausgemessen". Alle paar Meter wird ein "Fingerprint" gesetzt. Die App misst Sendestärke und Abstand der in Reichweite befindlichen Beacons und schreibt diese Informationen in eine Datenbank. Auf diese Werte wird dann bei der Positionsbestimmung zusätzlich zurückgegriffen. Darüber hinaus werden noch weitere Sensoren des Smartphones herangezogen um z.B. die Blickrichtung (Kompass, Gyroskop) und das Stockwerk (Barometer) zu bestimmen.

Zur Positions- und Routingberechnung kam ein vom österreichischen Start-up indoo.rs entwickeltes SDK zum Einsatz. Als Lieferant der Beacons haben wir kontakt.io ausgewählt. Zur Verwaltung der Beacons haben wir unser Location-Based Services Tool um eine Indoor- und Beacon Komponente erweitert. Die Verwaltung des Contents erfolgte in einem in der Bayerischen Staatsbibliothek bereits im Einsatz befindlichen CMS.

Wir glauben Indoor Navigation mit Beacons wird stark an Bedeutung gewinnen, die Technik ist jetzt soweit, dass sie produktiv eingesetzt werden kann. Im Gegensatz zu großen proprietären System auf WLAN Basis ist man nicht an einen Hersteller gebunden, Beacons sind ein Standard, man kann zwischen vielen Herstellern wählen und die Preise sind überschaubar. Damit wird für eine Vielzahl von Gebäuden und Objekten Indoor-Navigation zu vertretbaren Kosten möglich.

BSB Navigator Screenshots iPhone Deutsch
BSB Navigator Fotos

Mehr Screenshots und weitere Action-Fotos des „BSB Navigator“ finden Sie auf unserem flickr-Kanal.

Die App BSB Navigator ist seit 3. März kostenlos für iPhones erhältlich und im App-Store zum Download verfügbar. Eine Android Version ist gegenwärtig in Arbeit und wird noch im Sommer 2016 erscheinen. Die App ist in Deutsch und Englisch verfügbar.

Deutsche Spuren - Laden im App Store

Wir konnten uns bereits am Tag nach der Veröffentlichung wieder über ein sehr positives Presseecho freuen. Hier eine Auswahl:

Das sagt die Presse:

Süddeutsche Zeitung: „… Der Navigator führt "direkt und punktgenau" zu beliebigen Orten in der Bibliothek: zur Cafeteria, zum Zeitschriftenlesesaal, zum nächsten Kopierkartenautomaten oder auch zum einzigen Behinderten-WC des Hauses. Im "Entdeckermodus" macht die App auf interessante Orte aufmerksam, an denen der Nutzer gerade vorbeigeht.. … eine weitere besondere Qualität der Stabi: Sie ist jetzt die erste deutsche Bibliothek mit einem eigenen Indoor-Navigationssystem.“.
http://www.sueddeutsche.de/muenchen/app-weil-besucher-sich-verlaufen-bibiliothek-bekommt-eigenes-navigationssystem-1.2891087

GFM Nachrichten: „Indoor Navigation mit Beacons wird stark an Bedeutung gewinnen, die Technik ist jetzt soweit, dass sie produktiv eingesetzt werden kann. Im Gegensatz zu großen proprietären System auf WLAN Basis ist man nicht an einen Hersteller gebunden, Beacons sind ein Standard, man kann zwischen vielen Herstellern wählen und die Preise sind überschaubar. Damit wird für eine Vielzahl von Gebäuden und Objekten indoor Navigation zu vertretbaren Kosten möglich." erklärt der Projektleiter Markus Bokowsky, Geschäftsführer von Bokowsky + Laymann.
http://www.gfm-nachrichten.de/news/single-loca/article/mit-beacons-durch-die-bayerische-staatsbibliothek-navigieren.html

heise.de: „Die Bayerische Staatsbibliothek in München misst 152 Meter in der Länge und verfügt über mehrere Lesesäle. Der Bau aus dem 19. Jahrhundert gilt als hübsch, aber auch verwinkelt, weshalb Neulingen die Orientierung nicht immer leicht fällt. Eine Navigations-App soll das ändern. ... Das System entstand im Rahmen eines Studierendenprojekts des Lehrstuhls für angewandte Softwaretechnik der Technischen Universität München zusammen mit der Firma Bokowsky + Laymann.“
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Indoor-Navigation-fuer-Bayerische-Staatsbibliothek-3128736.html

iphone-ticker.de: „Besucher der Bayerischen Staatsbibliothek können sich jetzt von der App BSB Navigator durch das Gebäude führen lassen. Neben dem praktischen Nutzen für Besucher, die sich in dem weitläufigen Gebäude nicht zurecht finden, ist das Projekt auch ein nettes Beispiel für die technischen Möglichkeiten bei der Umsetzung eines solchen Vorhabens.“
http://www.iphone-ticker.de/indoor-navigation-mit-dem-iphone-durch-die-bayerische-staatsbibliothek-93739/

Wer mehr über das Projekt aus Sicht der Bayerischen Staatsbibliothek, einer der großen Europäischen Universalbibliotheken wissen möchte, Dr. Klaus Ceynowa, Generalirektor der BSB hat in der aktuellen Ausgabe des Bibliotheksmagazins einen Artikel über die Entstehung des BSB Navigators geschrieben. Der Arikel befindet sich auf Seite 31, hier online abrufbar.

Ausblick MobileTechnology Conference 2016 München

Es ist wieder soweit, die Frühjahrsausgabe der MTC in München steht wieder vor der Tür. Markus war wieder Teil des Advisory Boards und für den Business Track zuständig.

Hier möchten wir Ihnen besonders die Talks von Dr. Mark Leach Digitalisierung als Herausforderung für Automobilhersteller und Automatische Spracherkennung auf dem Weg in die Praxis von Dorothea Kolossa ans Herz legen. Interessante Keynotes kommen von Tina Trinks von Fairphone und Jessica Groopman von Harbor Research gibt uns interessante Einblicke zu IoT aus dem Valley.

Wir sind natürlich auch wieder mit einem Stand vertreten, mit fritz-kola Kühlschrank und jeder Menge Überraschungen im Gepäck, die wir wie immer an dieser Stelle noch nicht verraten. Kommt vorbei!

Markus wird in seinem Vortrag die Technik hinter Indoor-Navigation mit iBeacons vorstellen und einige Learnings aus dem Projekt BSB Navigator verraten.

Indoor-Navigation mit iBeacons – ein Praxisbeispiel
Mittwoch, 16. März 2016, 15:00 - 16:00 Uhr, Forum 1

Beacons sind die Schlüsseltechnologie im Location-based Marketing, aber eignen sie sich auch für Indoor-Navigation? Wir haben es ausprobiert und für ein großes Münchener Gebäude eine Indoor-Navigations-App entwickelt. Der Vortrag zeigt die Learnings aus diesem Projekt. Was geht schon mit Beacons, was noch nicht? Auf welche Schwierigkeiten sind wir gestoßen, welche Abstriche mussten wir machen? Worauf ist bei der Auswahl von Hard- und Software zu achten?

https://mobiletechcon.de/session/indoor-navigation-mit-ibeacons-ein-praxisbeispiel/

Für unsere Münchener Leser vielleicht interessant, am Dienstagabend findet die MTC/IoT Night statt. Ein Rahmenevent der MTC, mit Vorträgen und einem Panel, der kostenlos besucht werden kann.

Pfeilhttps://mobiletechcon.de/

Wo man sonst noch hinfahren könnte: CeBit

Logo: cebit Ja, gibts auch noch. Kann man auch durchaus noch hinfahren. Dieses Jahr mit der Schweiz als Partnerland und d!conomy als Motto. Halle 13 widmet sich ganz dem Internet of Things und Phil Zimmermann ist Keynoter bei der CeBIT Global Conference. Aus dem Startup Format code_n ist SCAL11 geworden, über 250 Start-ups sollen sich auf 15 Themeninseln präsentieren.

Mehr Infos auf der CeBIT Website

Wo man sonst noch hinfahren könnte: SXSW interactive

Logo: SXSW Wie immer ungeschickt zeitgleich zur MTC, der zweiwöchige Wahnsinn in Austin, TX. Der interactive Track - das Welttreffen der Internet Industry - findet vom 11-15 März statt. Achtung: Diese Jahr zum ersten Mal hängt vom 16-18 noch die VR/AR Experience hinten dran. Wer also zur SXSW fährt sollte sich durchaus überlegen die zwei Tage länger zu bleiben.

Mehr Infos zur SXSW interactive

 
 
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